Ein Rechenbeispiel
Mit den oben voreingestellten Werten sieht die Rechnung so aus: Ein Haus mit 24 Zimmern, im Jahresmittel zu 62 % ausgelastet, zu einem Durchschnittspreis von 105 € pro Nacht, kommt auf 24 × 365 × 0,62 = rund 5.431 Zimmernächte im Jahr. Das ergibt einen Logisumsatz von rund 570.276 €.
Kommen davon 45 % über Buchungsportale, entfallen rund 256.624 € auf portalvermittelte Buchungen. Bei einem für Booking.com & Co. üblichen Satz von 15 % ergibt das eine Provision von rund 38.494 € im Jahr — allein für die Vermittlung, ohne dass davon etwas beim Haus bleibt.
Holt das Haus künftig nur ein Viertel dieser Buchungen direkt zu sich, bleiben rund 9.623 € im Jahr, die sonst an die Portale gegangen wären. Dem stehen im ersten Jahr die Einrichtung „Komplett" (3.400 €) und zwölf Monate Software & Hosting gegenüber — bei 24 Zimmern 179 € Software plus 49 € Hosting, macht 228 € im Monat beziehungsweise 2.736 € im Jahr, zusammen also 6.136 €. Auf die zurückgeholten Buchungen fallen zusätzlich die eigenen Zahlungsgebühren an, bei Kartenzahlung über Stripe rund 1,4 %, hier rund 898 €.
Unterm Strich bleiben im ersten Jahr rund 2.589 € übrig — ab dem zweiten Jahr, wenn die Einrichtung nicht mehr anfällt, sind es rund 5.989 €. Bei Ihrem Haus sehen die Zahlen je nach Zimmerzahl, Auslastung und Preis anders aus — stellen Sie oben Ihre eigenen Werte ein.
Portale bleiben, der Anteil sinkt
Auch mit eigener Hotelsoftware bleiben Booking.com und andere Portale sinnvoll — für Gäste, die Sie sonst nicht erreichen. Das Ziel ist nicht, die Portale abzuschaffen, sondern den Anteil zu senken: mit einer eigenen Buchungsstrecke, die für Ihre Gäste genauso einfach ist wie die des Portals.